
Am Wochenende war ich auf dem Future Music Camp wie einige vielleicht schon wissen. Und nun möchte ich hier mal noch ein letztes abschliessendes Statement zu der Veranstaltung abgeben.
An sich war das Future Music Camp mein allererstes Barcamp — soviel vorweg.
Dementsprechend unbefangen bin ich auch dort hin und wurde nicht enttäuscht.
Nicht so gut war…
Auf dem Future Music Camp habe ich einige interessante Personen kennengelernt und auch endlich mal live gesehen. Das war auch der Grund warum ich überhaupt hingefahren bin.
Die Vorträge waren teilweise tatsächlich recht langweilig, da vieles schon bekannt war und einfach nochmal aufgebrüht wurde. Ihr kennt ja sicher die alte Leier des Musikbusiness.
Das ist auch schon mein zweiter Kritikpunkt das Musikbusiness wurde nur teilweise beleuchtet. Liegt höchstwahrscheinlich auch am Fokus der Leute die sich für so ein Bacamp überhaupt interessieren. Mit “teilweise” meine ich, dass alles sehr stark auf das Web ausgelegt war.
Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass sich das Musikbusiness nicht im Web abspielt und Musik gleich gar nicht. Musik passiert (noch?) nicht im Web sondern draussen in den Clubs und auf der Strasse, in irgendwelchen Proberäumen und Cafés.
Es ist zwar so, dass auch ich der Meinung bin, dass der Online Vertrieb die Zukunft für unser Business ist, gerade sind wir aber dort von der Herstellerseite noch nicht angekommen. Dies hatte auf Stefan Roos in seinem Vortrag erklärt — so zumindest meine Interpretation.
Teilweise wurde auch komplett auf das Musikbusiness verzichtet und ein Vortrag gehalten der gar nichts mit Musik zu tun hatte. Trotzdem natürlich auch mal sehr interessant zu hören.
Das die Vorträge mitunter etwas weit von der Musik weg war hatte man auch in der Abschlussveranstaltung bemängelt. Es hat mich eh gewundert, dass mein Vortrag zu freien Inhalten scheinbar der erste war auf dem auch tatsächlich mal Sound lief.
Gut war…
Das klingt jetzt alles sehr negativ, ich weiss. Aber wie ich eingangs schon erwähnt habe, bin ich auch nicht wegen der Vorträge nach Mannehim gefahren sondern wegen der Leute.
Und das hat sich gelohnt. Die eine oder andere wichtige Visitenkarte eingesteckt, gebumpt und die nächsten Treffen vereinbart. So muss das sein.
Alles in allem war das FMC09 eine Veranstaltung die ich auch gerne wieder besuchen werde. Das FMCVIE09 in Wien steht auch bald an. Mal gucken ob ich da ein paar Kreuzer für auftreiben kann.
Filmchen
Zum Schluss noch ein kurzes Filmchen das das FMC09 nochmal zusammenfasst. (Schlusssatz ist eher “…typisch Fernsehen. *sigh*”)
via deltanews
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Hey Zettt, ich war ja auch da und im Gegensatz zu deiner Wahrnehmung ist meine Kritik an der Musikbranche, dass sie noch nicht im Web angekommen ist. Die Nutzer und Hörer von Kunden schon. Beispielhaft ist die reflexhafte Diskussion in Ralf Plückers Session, als es um die Frage ging, ob sich eher a la carte Downloads oder Music Flatrate in Zukunft durchsetzen werden. Diskutiert wurde, das bei Flatrates doch nichts mehr beim Künstler hängen bleibe. Aber das ist nicht die Frage. Die Frage ist, was wo und wie der Musikhörer der Zukunft zu kaufen bereit und willens ist. Und da muss es in einem futuremusiccamp verstärkt um das Web gehen. Interessanterweise wurde die Diskussion plötzlich sehr lebendig und innovativ, als ich in meiner Session versucht habe, diesen Reflex durch die Frage “was wird gekauft werden” aufzubrechen. Mehr dazu ab heute Abend auf http://www.lautstark-blog.de
Besten Gruß Peter