[ZZUNL] Phase 7: Die grosse Pause

30.12.09 | Kategorie: news | 6 Kommentare
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New Year Eve London 2008 (Fireworks)

Wer jetzt immer noch nicht mitbekommen hat, der lebt wahrscheinlich gänzlich hinter dem Mond. Für alle Mondbewohner hier nochmal eine Nachlese.
Ich ziehe um, nach London, und werde dort studieren gehen. Ab Montag den 4.1.2009 geht es los. Ab 8.1. wird es dann das erste mal ernst. Dort beginnt das Studium.

Aus diesen Gründen wird es bei allen meinen Netzaktivitäten extrem ruhig werden im Januar. Ob ich wirklich so lange ohne Twitter und RSS überleben kann weiss ich nicht. Das wird der Härtetest zeigen.
Sobald ich jedoch einen Rechner mit Internet in die Finger bekomme werde ich mal was von mir hören lassen.
Einstweilen möchte ich aber eine grosse Pause einleiten. Keine Screencasts, keine Tipps und Tricks, kein Email, kein gar nichts. Einfach nur simpel und straight nix machen. (Und London anschauen…hehehe)

Vielleicht doch noch ein paar Abschiedsworte…

Master Thesis

Irgendwie ging mir das fast schon zu schnell. Vor nicht mal einem halben Jahr habe ich mich angemeldet und um einen Studienplatz gebeten.
Antwort bekam ich relativ schnell und nach einigen Mails hin und her war klar was ich studieren werde. Nachdem ich mich all die Jahre äusserst intensiv mit Glitches beschäftigt habe, werde ich dem Glitch eine Arbeit widmen. Mich würde interessieren, ob es bestimmte Loopänderungen gibt, die unser Ohr als “besonders angenehm” empfindet. Rein spontan kommen lineare, logarithmische, exponentielle Änderungen in Frage. Da Fibonacci aber auch fast überall in der Musik zu finden ist, tippe ich auch mal ganz schwer darauf, dass die Fibonacci-Folge auch hier eine Rolle spielt.
Ich werde also ein Plugin entwickeln, welches einen gewissen Buffer an Audio aufnimmt und dann diesen Loop kleiner beziehungsweise grösser macht. Das alles abhängig von einer Funktion f() und einem Faktor k – damit der Loop schneller oder langsamer verändert wird.

Stuttgarts Abschied

Dann gibt es da noch die Stadt in der ich seit einigen Jahren lebe – Stuttgart.
Hier habe ich ganz ehrlich gesagt viele Leute kennengelernt. Viele sehr nette. Eigentlich die meisten durch die vor einem Jahr mir zufällig begegnete Frau. Danke für die Veränderung und so. Ein paar der Leute sind beispielsweise Zellmi, hensch, baranek, jantheofel, belzebob, audiomerz, beatreactor und noch viele viele mehr.
Auch die Macoun und die Musikmesse waren dieses Jahr auserordentliche Veranstaltungen. Während ich so durchs Archiv meiner Fotos vom letzten Jahr stöberte muss ich zugeben, dass obwohl ich mich immer beschwerte nirgends hingekommen zu sein, ich doch an ziemlich vielen Orten war. Hannover bei CeBIT, Berlin mit der Familie der Frau, zuhause bei meinen Eltern und so weiter. Wow!
Deshalb fällt es mir wirklich schwer weiter zu ziehen. Fast als würde irgendetwas wollen ich solle nach einem Jahr wirklich wieder hierher zurückkommen. Als ich München damals verliess war das einfacher. Ich hatte meinen Job verloren, eh keine Freunde gefunden und hatte nichts zu verlieren. Die Entscheidung war einfach: Egal was ich mache, alles ist besser! Und da kam mir dieses grüne Fleckchen Erde, Stuttgart von den Einheimischen genannt, gerade recht.

Der letzte Augenblick in meiner alten Wohnung war auch ein ganz besonderer, den ich so schnell nicht vergessen möchte. Es scheint Dinge zu geben die real existieren, die einen tatsächlich festzuhalten scheinen.
Als die Wohnung ausgeräumt war ging ich nochmal nach oben um nachzusehen ob auch wirklich alles weg sei. Ich war zu Tränen gerührt in diesem Augenblick – aber das würde ich öffentlich natürlich niemals zugeben.

Auch die letzten Tage zusammen mit der Frau waren etwas ganz besonderes. Wir haben sehr (sehr, sehr, seeeehr) viel Zeit miteinander verbracht. Quasi vorgeschmust, weil das jetzt eine Weile halten musste, sie in Amerika ist und ich nicht mitgehen konnte/wollte/was auch immer.
Fast hat sie mich ja schon fast genervt. (Weiber…) Aber sie dann zum Bahnhof gebracht zu haben war wiederum grossartig. Ich werde ihr noch ein kleines Geschenklein geben, damit sie was von mir hat solange ich weg bin. Habe ein gutes Gefühl.

Ende

Jetzt mal nicht melancholisch werden hier…
So long. See you. Bye!

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