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In England werde ich, für Musiker und Sounddesigner, an einem sehr interessanten Projekt arbeiten.
Wer die ganzen Glitch Plugins schon kennt wird vielleicht gemerkt haben, dass die Ergebnisse oft sehr “zufällig” klingen. Genauso sind auch die Anweisungen mit der Arbeit mit einem solchen Plugin immer:
Man muss das Plugin ein bisschen laufen lassen, aufnehmen was man da macht und sich dann die besten Stücke raussuchen.
Das ist irgendwie nicht die Art wie ich arbeiten möchte – einfach durch “Zufall”.
Deswegen möchte ich ein Plugin entwickeln, mit dem man Glitches und Stutters auf eine “natürlich” klingende Weise herstellen kann. Einfach und toll sozusagen.
Grundlegende Überlegungen
Wie ich schon in dem einen oder anderen Ableton Tutorial gezeigt habe, kann man Glitches auf verschiedenste Weisen herstellen.
Leider ist die Herstellung oft sehr auf den Zufall angewiesen – obwohl ich den Zufall als kompositorisches Mittel natürlich sehr schätze. Hört man sich viele der “abgefahrenen” Glitch-Plugins an, merkt man sehr schnell, dass produzierten Sounds oft sehr befremdlich klingen oder unheimlich. Aber irgendwie findet sich kein Nutzen hierfür in der Musik.
Hier möchte ich gerne eine Brücke schlagen. Und zwar möchte ich mich sozusagen auf die Suche machen “gut klingende” Glitches herzustellen.
Die Idee
Die Idee ist eigentlich simpel. Es sollte ein Programm geben (im nachfolgenden auch Plugin genannt) in welches man Audio speist. Dann drückt man eine Taste und schon bekommt man toll klingende Glitches und Stutters. Das ist natürlich die sehr weit hergeholte Beschreibung.
Um es etwas konkreter zu machen, beziehungsweise wäre eben nur ein festes Preset ja wohl auch etwas langweilig auf Dauer. Mein Plugin soll auf verschiedene Weisen beeinflussbar sein.
Deshalb soll es eben Knöpfe geben die den Loop Algorithmus (welcher die Glitches hervorbringt) verändern.
Einige Dinge die ich deshalb ausprobieren möchte. Ändern der Looplänge:
- linear
- exponentiell
- logarithmisch
- als Fibonacci Sequenz
The Artwork
Da das Projekt nicht nur einen praktischen Part hat, soll am Schluss auch irgendwas herauskommen, mit dem normale Menschen auch etwas anfangen können. Ich weiss leider nicht wie praktikabel es tatsächlich sein wird.
Was haltet ihr von folgendem Vorschlag.
- Gesteuert wird die eigentliche Musik von einem “Dirigenten”. Wie man diesen Dirigenten nennt sei dahingestellt. (DJ, Dirigent, Performer)
- Der Dirigent steuert, welche Grundteile von Musik gespielt werden.
- Er spielt einen Song bestehend aus mehreren Tracks.
- In jedem Track befindet sich eines meiner Plugins.
- Die Zuhörer können sich per WLAN und ihrem iPhone/iPod touch zum Netzwerk verbinden in dem auch der Performer ist.
- Im Netzwerk gibt es auch Internet. Dieses Internet wird dazu genutzt eine (kostenlose) iPhone Anwendung herunterzuladen.
- Jetzt wirds spannend. Jeder kann sich nun mit der neuen Anwendung zum Rechner des Dirigenten verbinden und dort jeweils in einem Channel ein Plugin steuern. Somit wird es möglich, dass mehrere Personen mitspielen können. Die Teilnehmerzahl, jedoch, ist beschränkt.
Die Zuhörer können also die Performance des Dirigenten beeinflussen und seine Sounds verändern. Allerdings behält natürlich der Dirigent die völlige Kontrolle über seine Performance.
Interface Concept
Das obige Bild (anklicken für vergrösserte Ansicht!) zeigt meinen allerersten Entwurf für das Interface des Controllers (die iPhone App).
Erstellt habe ich es mit dem TouchOSC Editor. Und das Interface wird sich wahrscheinlich noch stark verändern.
Unterstützt wird die iPhone Entwicklung von einer Person aus dem Team von ustwo. Recht herzlichen Dank!
Nähere Infos
Wer Interesse an dem Projekt hat und vielleicht selbst sogar etwas beisteuern möchte, oder aber einfach nur neugierig ist. Kann ganz einfach mit mir in Kontakt treten und mir eine Email schreiben. Ich bin gerne bereit euch mein bisheriges Proposal (die Projektbeschreibung) zukommen zu lassen. (Und NEIN, ich bin arbeite immer noch nicht für Ableton oder sonst irgendeine Firma und übernehme deren Supportanfragen. Vielen Dank.)
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